Lexikon

Banshee
Nach irischem Volksglauben ist eine Banshee ein weiblicher Geist, der den baldigen Tod eines Familienmitglieds ankündigt.

Cernunnos
Cernunnos ist eine keltische Gottheit, deren Name „der Gehörnte“ bedeutet. Ähnlich wie der Dagda gilt auch er als Gott der Natur und der Fruchtbarkeit. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass Cernunnos und Dagda ursprünglich zwei Bezeichnungen für dieselbe Gottheit waren.

Cluricaun
Dem irischen Volksglauben nach ist ein Cluricaun ein Feenwesen, häufig auch als Kobold beschrieben, und eng verwandt mit dem Leprechaun. Manche Legenden behaupten, dass dieses Wesen tagsüber die Gestalt des Leprechaun annimmt und nachts die des Cluricaun. Der Cluricaun gilt als Trunkenbold, der sich gerne in Weinkellern einnistet und im Mondlicht auf Schafen oder Hunden über die Felder reitet.

CorNamara
Namara ist ein weitverbreiteter irischer Nachname, der seinen Ursprung in der Grafschaft Clare hat und sich vom mächtigen Clan der Conmara aus dem 11. Jahrhundert ableitet. Conmara bedeutet so viel wie „Hunde der Meere“.

Corona
Corona ist der lateinische Begriff für „Krone“.

Cuchulainn
Cuchulainn ist ein Held der irischen Mythologie, dessen Heldentaten im Ulster-Zyklus erzählt werden. Der Legende nach besaß er übermenschliche Fähigkeiten und konnte sich in eine Gestalt mit sieben Pupillen in jedem Auge, sieben Fingern an jeder Hand und sieben Zehen an jedem Fuß verwandeln. Um seine Kräfte zu behalten, musste Cuchulainn Vorschriften befolgen, sogenannte geas. Seine Gegner nutzten diese Schwäche, zwangen ihn dazu, diese Vorschriften zu brechen, und konnten ihn schließlich erschlagen.

Dagda
Dagda ist Irisch und bedeutet „Guter Gott“. Dabei bedeutet das „gut“ allerdings nicht, dass Dagda besonders gütig war, sondern, dass er gut war in allem, was er tat. Der Dagda ist eine zentrale Figur in der irischen Mythologie. Einerseits gilt er als einer der Hochkönige der Túatha Dé Danann, die ihn als Stammesvater verehrten. Es heißt, dass der Dagda als Hochkönig der Túatha Dé Danann achtzig Jahre lang herrschte, bis er in der zweiten Schlacht von Magh Tuiredh getötet wurde. Andererseits wird Dagda nicht nur als großer Stammesheld gesehen, sondern als einer der irischen Hauptgötter, nämlich als allwissender Gott der Fruchtbarkeit und des Lebens. Dagda war der Legende nach Sohn und Geliebter der Erdmutter Dana, der er seine besonderen Kräfte zu verdanken hatte. Oft wird er dargestellt als gewaltiger Mann mit Stierhörnern, der eine große Keule trägt. Zu seinen Utensilien gehören außerdem ein Kessel und eine Harfe.

Dalriada
Zwischen 300 und 800 n. Chr. war Dalria das Königreich der keltischen Skoten, das den Norden Irlands und einen Teil des schottischen Westens einschloss.

Drumlin
Drumlin leitet sich vom irischen „droim“ ab und bedeutet „Rücken“ oder „Höhenrücken“. Drumlins sind längliche Hügel, die aussehen wie große Tränen und durch Gletscher zustande kamen. Auch wenn sie ähnlich aussehen können, sind Drumlins nicht zu verwechseln mit Hügelgräbern, den sogenannten Tumuli – diese sind nämlich nicht natürlich entstanden, sondern von Menschen angelegt worden.

Eirinn (oder auch Éirinn)
Éirinn ist Gälisch und die Dativform von Éire, dem irischen Namen für Irland. Éire bezeichnet im modernen Irisch außerdem die Himmelsgöttin Ériu, die der Legende nach dem Gälischen Volk half, Irland zu erobern.

Fir Bolg
Die Fir Bolg sind ein wichtiger Bestandteil der irischen Mythologie. Dort werden sie häufig als vorchristliche Götter oder Fruchtbarkeitsdämonen beschrieben. Man sagt ihrem Volk nach, aus der Sklaverei in Griechenland nach Irland geflohen zu sein, wo sie dann drei Stämme bildeten: die „Gaileoin“, die „Fir Domnann“ und die „Fir Bolg“. Als die Túatha Dé Danann in Irland ankamen, kam es zum Kampf, weil die Fir Bolg das Land nicht teilen wollten. In einer großen Schlacht wurden die Fir Bolg besiegt und mussten sich auf die Isle of Arran flüchten.

Fomorer
Die Fomorer sind sagenumwobene, gewalttätige und missgestaltete Wesen in der irischen Mythologie. Sie werden als Riesen mit nur einem Arm und einem Bein beschrieben, und manche von ihnen haben Tierköpfe.

Harfe des Dagda
Mit der „Daurdabla“, einer wunderschönen magischen Harfe, kann der Dagda der Sage nach die Abfolge der Jahreszeiten und den Ausgang einer Schlacht bestimmen.

Kelpies
Kelpies sind Wasserdämonen in der irischen Mythologie, die Menschen anlocken und sie mit sich in die Tiefe von Gewässern ziehen.

Kessel des Dagda
Neben der Keule besitzt Dagda auch einen magischen Kessel, der stets bis zum Rand gefüllt ist und alle Menschen satt machen kann. Manche glaubten auch, dass der Kessel hervorbringen würde, was auch immer man sich wünschte.

Keule des Dagda
Der Legende nach verfügt der Dagda über eine mächtige Keule, die ihn unbesiegbar macht. Mit dieser Keule, so die Sage, kann Dagda jeden noch so starken Feind niederstrecken, aber auch neues Leben schenken.

Kleines Volk
Das Kleine Volk, im Gälischen auch als Leprechaun bezeichnet, sind Wesen aus der irischen Mythologie, die oft mit kleinen Trollen oder Kobolden verglichen werden. In Geschichten über sie heißt es, dass sie sehr zurückgezogen leben und den Kontakt zu den Menschen scheuen.

Kryptonit
Kryptonit ist ein fiktives Mineral, das die Kräfte Supermans schwächen und ihn sogar töten kann.

Die Legende von Loch Ness
Der Legende nach soll in dem schottischen See Loch Ness ein Ungeheuer leben, das einer Seeschlange ähnelt. Seit dem frühen Mittelalter bis in unsere Zeit gab es immer wieder Berichte, nach denen das Monster gesehen worden ist.

Morrigan
Morrigan ist der Name der Kriegsgöttin oder Göttin der Unterwelt in der irischen Mythologie. Sie wird oft als Krähe dargestellt.

Rushen
Rushen ist eine Gemeinde auf der Isle of Man, einer Insel in der irischen See.

Samhain-Fest
Das Samhain-Fest wird zur Sommerwende, in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, gefeiert. Das irische Wort Samhain bedeutet wörtlich übersetzt „Ende des Sommers“. Die Kelten glaubten, dass sich an diesem Tag die Grenze zwischen den Welten öffnet und die Verstorbenen auf der Erde herumgeistern, um sich an den Lebenden zu rächen. Als Schutz vor ihrer Rache und als Abschreckung dachten sie sich Verkleidungen aus.

Samson
Samson ist eine biblische Gestalt aus dem Alten Testament. Seine Haare verhalfen ihm zu außergewöhnlicher Stärke.

Scatha
Scáthach bedeutet „schattig“ und ist der Name einer keltischen Kriegsgöttin, die der Sage nach den Helden Cúchulainn in der Kampfkunst unterrichtete.

Selkie
Selch oder Selk(ie) ist der schottische Begriff für „Seehund“. Selkies – auch bekannt als Silkies oder Selchies – sind Kreaturen der nordischen, schottischen und irischen Mythologie, die der Legende nach von den Orkneyinseln stammen. Sie sind Formwandler und können sowohl die Gestalt eines Menschen – in der Regel von auffallender Schönheit – als auch die eines Seehunds annehmen. Wenn Selkies zu Menschen werden, legen sie ihre Seehundhaut ab und können sich erst dann wieder zurückverwandeln, wenn sie diese wieder überstreifen.

Tagundnachtgleiche
Die Tagundnachtgleiche ist der Tag, an dem Tag und Nacht ungefähr gleich lang sind, wenn die Sonne senkrecht über dem Äquator steht. Sie markiert den Beginn des astronomischen Frühlings (Ende März) und des astronomischen Herbstes (Ende September).

Tara
„Tara“ bedeutet in etwa „Ort der schönen Aussicht“ und ist ein Hügelgebiet in der Grafschaft Meath in Irland. Um diesen Ort ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. So heißt es zum Beispiel, dass die Túatha Dé Danann hier ihren Schicksalsstein errichtet hatten und der Gott Nuada auf Tara wieder in sein Amt eingesetzt wurde. Tara gilt als Sitz der Hochkönige von Irland, die dort bis ins 6. Jahrhundert residierten.

Thor
Thor ist der germanische Donnergott, der über Blitz und Donner herrscht. Er wird meistens mit einem Hammer, seiner Waffe, abgebildet.

TirNanOg
„Tír na nÓg“ ist Altirisch und bedeutet „Land der ewigen Jugend“. TirNanOg war für die Iren und Kelten in etwa das, was für die Griechen das Elysium oder die Wikinger Valhalla war. Wie die Legende berichtet, ist es das Land, in das die Túatha Dé Danann zogen, als sie Irland verließen. Nur wer sich als großer Held oder auf sonst eine Weise würdig erweist, darf auf die verborgene Insel TirNanOg, wo er ewig jung, gesund und schön bleibt.

Ulster-Zyklus
In der irischen Mythologie ist der Ulster-Zyklus einer der vier wichtigsten Zyklen. Im Mittelpunkt steht der Kriegsheld Cuhulainn.

Undinen
Undinen treten in der Mythologie in Gestalt von Meerjungfrauen, Wassernymphen oder -geistern auf. Sie wohnen auf Inseln, in Buchten, abgelegenen Seen oder Wasserfällen und kontrollieren den Fluss des Wassers. Den Menschen gegenüber sind sie zumeist freundlich.