Autor
Joe Donnelly verschlang schon als Kind Abenteuergeschichten. Ob Die Schatzinsel, Bücher von Jules Verne oder Rudyard Kipling – nichts war vor ihm sicher. Er lebte in den Geschichten und ließ sich von ihnen mitreißen. Da war es enttäuschend, als er mit acht Jahren feststellte, dass es keine Kontinente mehr zu entdecken gab, die Dinosaurier ausgestorben waren und Drachen nicht wirklich existierten. Um solche Abenteuer zu erleben, musste man also spannende Bücher lesen. Da beschloss Joe Donnelly, selbst Geschichten zu verfassen und so anderen Kindern den gleichen Nervenkitzel zu ermöglichen, den er immer beim Lesen verspürte. Seinen Brüdern begann er fesselnde Geschichten mit fantastischen Kreaturen, Monstern und verborgenen Schätzen zu erzählen. Nach Schule und Studium war Donnelly viele Jahre als Enthüllungsjournalist tätig und erhielt bedeutende Preise für seine Zeitungsarbeiten, unter anderem den Scottish Reporter of the Year sowie die Campaigning Journalist-Auszeichnung. Dadurch ermutigt, besann er sich wieder auf seine alten Geschichten und kam er auf die Idee zu den Abenteuern um Jack Flint. Jack Flint und der Bann des Herzsteins ist Donnellys erstes Jugendbuch und gleichzeitig der Auftaktband einer Fantasy-Trilogie, in der der Autor Elemente aus keltischen Sagenkreisen mit neuen Fantasyelementen kombiniert. Der Autor lebt heute als selbständiger Schriftsteller in Dumbarton, Schottland, in der Nähe von Loch Lomond.
Joe Donnelly über seine Motivation, die Jack Flint Abenteuer zu schreiben:
Jetzt ist die Zeit, um meine Schulden zu begleichen:
Es ist nur gerecht, Mann. Ich hab’s aus Schuldgefühlen getan!
Ich geb’s zu. Deshalb hab ich mich dazu entschlossen, ein Abenteuer für junge Leute (jeden Alters) zu schreiben. Reines Schuldgefühl!
Als ich klein war, habe ich Abenteuergeschichten verschlungen. Jedes beliebige Abenteuer, das einem einfallen könnte: Ich war drin versunken. „Die Schatzinsel“, „Ruf der Wildnis“, „Coral Island“. Alles von Jules Verne. Alles was ich von HG Wells in die Finger bekommen konnte. Rider Haggard. Ruyard Kipling.
Wenn ich nicht irgendwo in den Bergen in eigenen Abenteuern steckte, hatte ich meine Nase grade in einem. Ich habe jedes einzelne Buch mitgelebt, das ich gelesen habe. Wirklich, es war eine große Enttäuschung für mich, als ich mit acht Jahren erfahren musste, dass es keine Kontinente mehr zu entdecken gab. Und dass Dinosaurier tatsächlich ausgestorben waren und dass es keine Drachen gab (bis auf einige furchteinflößende Lehrer).
Die Geschichten meiner Bücher kamen mir so real vor, dass die Realität ein Schock für mich war. Aber selbst dann, wenn ich in den tollsten Geschichten versunken war, wusste ich, dass ich eines Tages selber solche grandiosen Abenteuergeschichten schreiben wollte, die andere Kids genau in die gleiche haarsträubende Spannung versetzen würden, die mir so gefiel.
In Sommernächten dachte ich mir für meine Brüder spannende Geschichten voller Magie und Wagnisse aus, von fantastischen Kreaturen, Monstern und verborgenen Schätzen. Es stimmt, ich habe sie nicht aufgeschrieben, weil sich meine Lehrer zu jener Zeit oft über meine furchtbare Handschrift aufregten und es so eine mühsame Arbeit gewesen wäre.
Aber dann fing ich tatsächlich an zu schreiben. Ich habe als Reporter für Zeitungen gearbeitet und so einige eigene Abenteuer erlebt. Das Beste war, dass ich lernte, schnell zu tippen und das Schreiben deshalb weniger anstrengend war.
Dann schrieb ich mein erstes Buch, eine gruselige Erzählung über ein altes Wesen, das in einem Dorf in meiner Nähe Verwüstung anrichtet. Ich schrieb noch ein paar und merkte, dass es mir wieder Spaß machte, Geschichten zu erfinden.
Aber irgendwas stimmte noch nicht. Im Grunde fühlte ich mich schuldig, weil ich noch nicht versucht hatte, die Spannung der Abenteuergeschichten, die mich als Junge fasziniert hatten, weiterzugeben. Mit „Jack Flint und der Bann des Herzsteins“ ist es jetzt soweit: Ich gebe den Jungen und Fantasievollen etwas von dem Gefühl zurück, das mich als Kind beim Lesen solcher Geschichten beschlich. Wie man im Film sagt: Jetzt ist die Zeit, um Schulden zu begleichen!
Der „Bann des Herzsteins“ ist aber nur der Anfang. Das nächste „Jack Flint“-Abenteuer ist schon fast fertig und ich fange grade damit an, was er als nächstes tun wird. Jack Flint ist ein guter Junge. Es ist wirklich gut, ihn dabei zu haben, wenn man Rückendeckung braucht. Ich hoffe, ihr werdet ihn auch mögen.
Denn ich werde mich mit Jack auf ein paar furchterregende Abenteuer ins Ungewisse begeben!
Joe Donnelly